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Braut, Brautkleid, Hochzeit, Ehe, Heiraten, Symbolbild, Schleier Foto: Brooke Cagle / unsplash

Traumhochzeit in Franken: Main-Post geht neue Wege

Herzlich Willkommen in Eurem fränkischen Hochzeitsparadies! So begrüßt die Facebook- Gruppe „Traumhochzeit in Franken“ angehende Bräute, Trauzeugen, Gäste und Hochzeitsexperten, die nach Tipps, Inspirationen und Kontakten aus und in Unterfranken suchen. Von außergewöhnlichen Locations über aktuelle Trends bis hin zum Austausch mit Gleichgesinnten bietet die Gruppe alles, was Hochzeitsinteressierte wissen müssen.

Gegründet wurde die offizielle Main-Post- Fangruppe vor zwei Jahren von den Content Managerinnen Fabienne Dietz, Brigitte Theil und Denise Schiwon mit dem Ziel, eine ganz spezielle Community aufzubauen, die sich bewusst vom typischen Main-Post-Tagesgeschäft unterscheidet. „Dahin geht die Zukunft in den sozialen Netzwerken“, erklärt Dietz.

„Kleine Gruppen mit demselben Interesse treffen sich, um sich auszutauschen und mit Experten zu diskutieren. Im Grunde geht dieser Trend wieder zurück zu den Wurzeln von Facebook." Fabienne Dietz, Social-Media-Managerin der Main-Post

Strategie: zielgruppengerechte Inhalte Mit dem Thema Hochzeit spricht die Main- Post genau die junge Zielgruppe an, die sie für die Marke öffnen möchte. Außer vielen Bilderinspirationen, werden in der Gruppe weitestgehend Artikel veröffentlicht, die die Content Managerinnen in Eigenregie anfertigen. Inspiriert werden diese Inhalte durch Hochzeitsblogs, eigenen Erfahrungen und den Mitgliedern der Gruppe selbst.

Zielgruppen genaue Inhalte

Veröffentlicht werden die Artikel nicht nur auf Facebook, sondern sie sind online auch auf einer separaten Themenseite zu finden. Einzigartige Inhalte, die personalisiert und individuell für die Zielgruppe ausgespielt werden – das ist die Strategie. Hochzeitsinteressierte können also mit einem Klick das umfangreiche Dossier unter mainpost.de/heiraten erreichen. Dort finden sie neben Location-Tipps auch Ideen für Junggesellinnenabschiede oder Inspirationen für Mottohochzeiten – fast alles typisch fränkisch aus und in der Region.

Die Klicks kommen jedoch nicht nur aus der Facebook-Gruppe. „Da im Netz kaum vergleichbare, regionale Inhalte zu finden sind, erreichen uns viele User auch über die Google- Suche.“ Das sieht Fabienne Dietz als große Stärke und Alleinstellungsmerkmal. Nach welchen Themen dort gesucht wird, hängt wiederum stark von der Saison ab. Anfang des Jahres seien beispielsweise Tipps für Junggesellenabschiede und Hochzeitslocations in Franken stark gefragt. Zwischen Oktober und Dezember ebbe die Nachfrage dann wieder ab.

Heiratsanträge um Weihnachten herum

„Um Weihnachten und Silvester herum werden die Anträge gemacht und dann geht es an die Planung. Dieser Kreislauf bestätigt sich jedes Jahr aufs Neue.“ Die Definition der Zielgruppe lag von Anfang an auf der Hand: „Natürlich ist die Mehrzahl der Gruppenmitglieder Frauen“, sagt Denise Schiwon mit einem Schmunzeln. „Und diese sprechen wir auch ganz gezielt an.“ Gerade weil Heiraten ein solch emotionales Thema ist, bleiben auch frischgebackene Ehefrauen dem Angebot treu.

„Anfangs dachten wir, dass wir nach dem Ende einer Saison wieder viele Fans verlieren werden. Zu unserer Freude werden aber ehemalige Bräute nach ihrer Hochzeit zu Experten, die den neuen Mitgliedern ihre persönliche Erfahrung weitergeben“, erklärt sie weiter. „Oder sie nutzen die Plattform, um Ihr Brautkleid oder Deko-Artikel zu verkaufen.“

Kein Hass, keine Hetze

Auch berichten die Content-Managerinnen von einem ausschließlich positiven Feedback, das sie in der Gruppe erhalten. Anders als auf Fanseiten, ist in dieser Community ein großer Zusammenhalt zu beobachten. Hass und Hetze sind Fremdwörter. Schließlich ziehen alle an einem Strang, um den Mitgliedern einen einzigartigen Mehrwert – der Traumhochzeit in Franken – zu bieten. „Da macht es keinen Unterschied, ob man nun Dienstleister, ehemalige Braut oder die Marke Main-Post ist. Vermittelt man die richtige Emotion gepaart mit zielführenden Inhalten, gewinnen alle.“

So werden Dienstleister zu Experten

Glauben die beiden Content Managerinnen einen echten Mehrwert gefunden zu haben, sind sie sich auch nicht zu schade, sich für einen Video-Tipp ein Henna-Tattoo aufmalen zu lassen. Die Idee kam ihnen, als sie auf der Suche nach Inspirationen für Junggesellinnenabschiede in Würzburg waren. Eine Henna-Expertin war schnell gefunden und der Inhalt zeitnah produziert. „Das war auch ein Riesenspaß für uns. Wir hatten noch Wochen danach Freude an unserem Tattoo.“

Eine solche Produktion unterstreicht den Stellenwert, den Dienstleister aus der Hochzeitsbranche, wie Fotografen, Trauredner oder Inhaber von Brautmodengeschäften, in der Community haben. Um ihr Netzwerk zu erweitern und Aufmerksamkeit zu bekommen, dürfen diese auch eigene Werbung posten – allerdings kontrolliert. Erlaubt sind nicht mehr als drei werbliche Postings pro Tag.

„Das haben wir offen kommuniziert und normalerweise halten sich auch alle an unsere Regeln“, resümiert Fabienne Dietz. Auch Postings, die nicht dem Anspruch der Content Managerinnen entsprechen, werden gelöscht. „Wir möchten den Mitgliedern einen gewissen Qualitätsstandard bieten und sie nicht mit Spams nerven.“ Laut Dietz sollen die Dienstleister als Experten auftreten, um den Privatpersonen einen Mehrwert zu bieten. Nur so funktioniere der gute Austausch.

Facebook-Gruppen ticken anders

Facebook-Gruppen ticken eben anders als Fanseiten, daran mussten sich die Drei anfangs erst gewöhnen. Anders als bei offiziellen Unternehmensseiten ist der Austausch unter den Mitgliedern in einer Gruppe viel intimer. „Wir bieten den Mitgliedern eine eigene kleine Welt, in der es nur um eines geht: Hochzeiten.“ Die Macherinnen der Seite bringen sich auch selber ein. „Wir posten viel in unserem eigenen Namen.

Nach dem Knacken der 1000-Mitglieder- Grenze, haben wir uns beispielsweise mit einem Selfie bei den Fans bedankt.“ Zudem werden einmal wöchentlich alle neuen Mitglieder mit einem Posting begrüßt. Anfangs wurden diese sogar beim Eintreten in die Gruppe mit einer persönlichen Nachricht über den Facebook- Messenger willkommen geheißen. Das sei aufgrund des Wachstums heute aber nur noch schwer möglich.

Trotzdem werden noch alle Mitgliedsanfragen manuell freigeschaltet oder abgelehnt. Um dies zu ermöglichen, müssen Interessierte drei Fragen beantworten: Heiraten sie – und wenn ja, wann; sind sie Gast oder Dienstleister und was erwarten sie von der Gruppe. „Das gibt uns die Möglichkeit, die Mitglieder kennenzulernen und unsere Inhalte an die jeweiligen Erwartungen anzupassen. Sozusagen in Form einer kleinen Marktforschung.“ Stellt sich bei einer Anfrage heraus, dass der Facebook-User nichts mit dem Thema zu tun hat, wird diesem eine Absage erteilt.

„Vom Experiment zum Baby“

Die Mitglieder wissen mittlerweile ganz genau, wer hinter der Gruppe steckt und fühlen sich gut aufgehoben. Mit viel Leidenschaft kümmern sich Denise Schiwon und Fabienne Dietz um „Traumhochzeit in Franken“: „Die Gruppe ist von einem anfänglichen Experiment zu unserem Baby geworden.“ Und das mit Erfolg: Jede Woche kommen durchschnittlich 15 neue Mitglieder hinzu. Aktuell zählt die Gruppe 1 118 Bräute, Trauzeugen und Gäste.

„Wir haben in den vergangenen Jahren so viel Erfahrungen gesammelt, wir könnten locker Hochzeitsplanerinnen werden“, sagt Dietz. Und würden die beiden denn auch eine so große Hochzeit feiern, wie sie es ihren Mitgliedern tagtäglich schmackhaft machen? „Nein“, sind sich beide spontan einig. „Wenn man so viel mit dem Thema zu tun hat, bevorzugt man eher das Gegenteil.“