Markus Söder
Markus Söder, Staatsminister für Finanzen, Landeswentwicklung und Heimat (CSU) Foto: Daniel Peter

Würzburger Mediengespräche mit Söder und Stegner

Es könnte ein schmutziger Wahlkampf werden: Gefühlte Wahrheiten drängen Fakten in den Hintergrund. Hochemotionale Themen wie die Flüchtlingsfrage oder der Terrorismus laden zu Polarisierung ein. Twitter und Facebook sind eine Herausforderung für die klassischen Medien. Es brodelt im Bundestagswahljahr. Bevor die Parteien in die heiße Phase des Wahlkampfs starten, beschäftigen sich die zweiten Würzburger Mediengespräche am Mittwoch, 14. Juni, mit dem Thema „Das Spiel mit Angst und Wut – die Emotionalisierung von Wahlkämpfen über die Medien“.

Dabei diskutiert Moderator Kim Otto, Professor für Wirtschaftsjournalismus an der Uni Würzburg, mit dem Kommunikationswissenschaftler Professor Wolfgang Schweiger, dem Leiter des Verifizierungsteams des Bayerischen Rundfunks Stefan Primbs und Main-Post-Chefredakteur Michael Reinhard. Für reichlich Kontroversen auf dem Podium dürften die beiden geladenen Politiker sorgen: der bayerische Finanzminister Markus Söder (CSU) und der stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende Ralf Stegner.

Otto erwartet jedenfalls eine „polarisierende Diskussion“ der beiden Politiker, die in den sozialen Netzwerken sehr aktiv sind und für einen emotionalen Wahlkampf stehen. „Es heißt ja auch Wahlkampf, nicht Wahlspaziergang“, so Stegner gegenüber der Redaktion. In der Politik müsse man leidenschaftlich streiten. Auch Söder glaubt, dass Wahlkampf emotional geführt werden muss. Schließlich treffe man „die wichtigen Entscheidungen im Leben nicht nur mit dem Verstand, sondern auch nach Bauchgefühl“. Beide wollen dabei aber eines: bei den Fakten bleiben.

Die Mediengespräche finden am 14. Juni (18 Uhr) im Audimax der Uni (Sanderring) statt. Die Teilnahme ist kostenlos, keine Anmeldung nötig.